Kamine

Die Kombinierten
Der Pellet-Kamin-Ofen

Hybridöfen

Klassischerweise gibt es zwei Varianten von Öfen: Den Kaminofen, der mit Scheitholz als Brennstoff betrieben wird, und den Pelletofen, der dafür auf eben jene Pellets zurückgreift. Obwohl es sich bei beiden Arten um Brennstoffe auf Holz-Basis handelt, unterscheiden sich diese in der Art und Ausprägung des Feuers sowie in der Bedienerfreundlichkeit. Der Pelletofen ist für den konstanten Dauerbrand besser geeignet. Die Pellets werden bei den meisten Modellen über einen langen Zeitraum automatisch nachgefüllt, was für eine lange und gleichmäßige Hitze sorgt. Ein klassischer Kaminofen muss hingegen meist manuell mit Scheitholz befüllt werden, bietet dafür aber ein spektakuläreres Feuererlebnis. Die sogenannten Hybridöfen vereinen die positiven Eigenschaften beider Ofenformen.

 

Hier kommen beide Brennstoffe in einem Ofen zur Anwendung. Das bietet klare Vorteile gegenüber den klassischen Öfen: Man ist bei der Wahl des Brennstoffes nicht eingeschränkt und kann je nach Verfügbarkeit oder Preis entweder auf Scheitholz oder Pellets zurückgreifen. Zudem erhält man eine gleichmäßige und automatische Wärme bei gleichzeitigem Flammenerlebnis, und das auch im Pelletbetrieb. So kann bei den meisten Modellen auch bei einer Zufuhr von Scheitholz der Ofen automatisch betrieben werden. Dies gelingt durch eine elektronische Leistungssteuerung und automatisierte Zündungen. Oft können die Hybridöfen dabei auch per Smartphone gesteuert werden. Viele dieser neuen Modelle verfügen zudem über eine große Sichtscheibe, sodass eine schöne Flamme zu sehen ist, auch wenn das Gerät als Pelletofen genutzt wird. Das Angebot für diese kombinierten Öfen ist aktuell noch nicht besonders groß, es gibt nur eine begrenzte Auswahl an Modellen. Diese sind in der Regel auch etwas teurer als ein reiner Kaminofen oder Pelletofen.

Die verschiedenen Hersteller

Auch wenn die Hybridöfen erst langsam auf den Markt dringen, gibt es bereits mehrere Hersteller, die diese anbieten. Der Hersteller Austroflamm beispielsweise hat mit dem „Mo Duo“ aktuell nur einen bivalent zu betreibenden Ofen im Angebot. Weitere Modelle sind jedoch in der Entwicklung. Dagegen kann Max Blank mit einem deutlich größeren Angebot aufwarten: Derzeit führt der Hersteller 60 Öfen, die beide Brennstoffe verarbeiten können. Diese arbeiten dabei alle komplett stromlos, was sowohl Vor- als auch Nachteile bietet. So wird bei einem Stromausfall problemlos weitergeheizt. Auf der anderen Seite entfällt durch die fehlende Stromversorgung das automatische Nachfüllen der Pellets, was dann manuell durchgeführt werden muss (Zeitaufwand ca. 5 Minuten).

 

Der dänische Hersteller Aduro bietet einen Kombiofen mit einer weiteren Besonderheit an. Hier kann während der Nutzung des Gerätes als Pelletofen Scheitholz nachgelegt werden. Das bietet den Vorteil, dass das Holz im laufenden Betrieb direkt entzündet wird und für eine schöne Flamme sorgt. Mehrere Öfen, die Pelletofen und Kaminofen miteinander kombinieren, hat der österreichische Hersteller Rika im Angebot. Auch hier können die Vorteile der Pellets genutzt werden, sodass ein vollautomatisches Dauerheizen möglich ist. Zudem bietet das Multi Air System bei dem Rika „Paro“ die Möglichkeit, über ein Rohrsystem zwei weitere Räume mit Wärme zu versorgen. Der finnische Ofenhersteller Tulikivi ist für seine Specksteinöfen bekannt. Dieser drängt neben eigenen kombinierten Öfen mit einer weiteren Besonderheit auf den Markt: So kann das neue Pelletsystem auch in einen Kaminofen der neueren Generation integriert werden, sodass ein Kombiofen entsteht. Der Kaminofen kann dann auch als Pelletofen genutzt werden.

 

Zwei weitere Hersteller aus Österreich haben sich der neuen Entwicklung angeschlossen. Die Firma Lohberger hat mit dem „Aqua Insert P“ ein Modell für den raumluftunabhängigen Betrieb anzubieten. Dieser kann zudem über WLAN gesteuert werden, was die Bedienung einfacher und bequemer macht. Der „Dual Fire Room“ von Hafnertec dagegen verspricht seinem Namen entsprechend das Abbrennen zweier Brennstoffe in einem Feuerraum. Im Gegensatz dazu hat sich der italienische Hersteller Klover bei seinem „Bi-Fire Mid“ für einen wasserführenden Kombiofen entschieden, bei dem es zwei separate Brennräume für die beiden Brennstoffe gibt. So kann das Gerät entweder als Kaminofen oder als Pelletofen genutzt werden.

Ein oder zwei Brennräume?

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Pelletöfen und Kaminöfen miteinander zu kombinieren: Entweder wird hierfür ein einziger Brennraum genutzt oder die beiden Brennstoffe werden in zwei Brennräumen nebeneinander verbrannt. Bei der ersten Variante kann man die Vorteile beider Brennstoffe nutzen. So ist ein langes automatisches Pelletfeuer bei gleichzeitiger Nutzung von Scheitholz möglich, was für eine schönere Flamme und das klassische Ofenerlebnis sorgt. Gibt es in dem Ofen zwei getrennte Brennräume, kann man diesen sowohl als Pelletofen als auch als Kaminofen nutzen. Eine Kombination der beiden Brennstoffe ist hierbei jedoch nicht möglich.

Für wen sind Kombiöfen geeignet?

Kombiöfen sind grundsätzlich für jeden geeignet, der die Vorteile beider Brennstoffe nutzen möchte. So ist ein langes automatisches Dauerbrennen genauso möglich wie ein schönes Flammenerlebnis. Je nach Modell hat man die Wahl zwischen den beiden Brennstoffen oder kann diese sogar miteinander kombinieren. Wer Wert auf eine einfache Bedienung legt, ist mit einem Kombiofen ebenfalls gut beraten, da diese oft per Smartphone steuerbar sind. Da ein Kombiofen mehr Möglichkeiten bietet als herkömmliche Modelle, ist dieser in der Regel jedoch auch etwas teurer.

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2 Kommentare

  1. Birgit und Hermann Peerenboom

    Guten Tag,

    wir interessieren uns für einen Kombiofen, haben aber nur Platz in einer Ecke, ca 50 cm Durchmesser wäre also ideal.
    Bitte schicken Sie uns Prospektmaterial für solche Öfen.

    Vielen Dank,
    Fam. Peerenboom

  2. Katharina Kiehn

    Hallo Familie Peerenboom,

    wenden Sie sich doch gerne an unsere Fachberater auf http://www.cafiro.de . Da wird man Ihnen bei dieser Thematik weiterhelfen können. 🙂

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