Kamine

Leistungsfrage – Wie viel kW braucht mein Kaminofen?

Die Leistung eines Kaminofens

Eine der häufigsten Fragen, die wir von unserem Kunden vor dem Kauf eines Kaminofens erhalten, ist die nach der benötigten Leistung. Wir wollen in diesem Beitrag eine anständige Antwort dazu liefern. Sie werden vielleicht überrascht sein, wenn wir diese Aussage bereits vorab treffen: die maximale Wärmeleistung Ihres Kamin- oder Pelletofens hängt nicht allein von der maximalen Wärmeleistung, sondern letztlich von Ihnen ab! Die kW- Leistung ist eine der am meist überschätzten Kennzahlen.

Lassen Sie uns zunächst alle Faktoren aufführen, die das tatsächliche Raumheizvermögen eines Ofens beeinflussen.

 

  1. die Größe des Aufstellraums bzw. der zu beheizenden Räume
  2. der Isolierungsgrad der Räume, die erwärmt werden sollen
  3. die Menge an Feuerholz, die für den Holzabbrand verwendet wird
  4. die Qualität des Brennholzes
  5. die Funktionalität der Feuerungsanlage (z.B. ein starker oder schwacher Zug des Schornsteins)

Sicherheitsrelevanter Aspekt: die Raumgröße

Wichtig bei der Ofenwahl ist als erstes, dass Sie den Ofen nicht überdimensionieren. Somit sollte der Aufstellraum eine gewisse Mindestgröße aufweisen. Warum das so ist: Bei der Verbrennung von Holz wird Sauerstoff verbraucht. Ist der Aufstellraum zu klein, fällt nach nur wenigen Stunden die Sauerstoffsättigung in der Luft.
Wenn der Raum zudem nur über eine Türöffnung verfügt, kann keine ausreichende Frischluft zugeführt werden. Es stellen sich dann spürbare Müdigkeitserscheinungen ein.

Folgende gängige Formel wird für die Berechnung der Mindestgröße des Aufstellraumes verwendet (die Berechnung bezieht sich nicht auf raumluftunabhängige Modelle):

 

  • pro erzeugtem kW werden ca. 4 m³ benötigt, wenn der Ofen z. B. 5 Stunden brennt werden und durchgängig mit 2 kg Holz (8 kW) befeuert wird, benötigen Sie ca. 160 m³ sauerstoffreiche Luft.

Beachten Sie also vor dem Kauf die Mindestgröße Ihres Aufstellraums!

Wie sind Ihre Wohnräume isoliert?

Eine wichtige Kennzahl für die spätere Leistung Ihres Kaminofens ist auch das sogenannte Raumheizvermögen, das nach DIN 18893 definiert wird. Damit wird die Fähigkeit eines Ofens beschrieben, einen kompletten Raum aufzuwärmen. Eine einfache Formel zur Berechnung des Raumheizvermögens:

 

  • 0,1 kW pro Quadaratmeter Wohnfläche
  • bei einer Wohnfläche von 80 Quadratmetern benötigen Sie also einen Ofen mit mindestens 8 kW Nennwärmeleistung

Je schlechter Ihre Räume jedoch isoliert sind, desto höher sollte eigentlich die kW-Zahl Ihres neuen Ofens ausfallen. Doch auch das Raumheizvermögen allein ist noch nicht entscheidend für die kW-Zahl Ihres Ofens.

Der Leistungsbereich

Bei der Leistungsbeschreibung eines Ofens wird meist die Nennwärmeleistung genannt. Dabei handelt es sich um eine Richtgröße, die die maximale Wärmeleistung im Dauerbetrieb beschreibt. Da es sich hier um einen im Labor entwickelten Prüfwert handelt, muss man in der Praxis vielmehr die Menge an aufgelegtem Feuerholz betrachten.

 

Die Leistung des Ofen ist fast ausschließlich auf die Holzmenge, Holzart und Holzfeuchte zurückzuführen.
Bei einer Zuführung von 1 kg Holz mit einem Feuchtegehalt unter 20% ist mit einer Feuerungsleistung von ca. 4 kw zu rechnen. Bei 2 kg Holz sind es 8 kW.

Je nach Wirkungsgrad des Ofens errechnet sich daraus wiederum die Warmluft- und Strahlungsleistung.

Unsere Empfehlung zur Auswahl des Kaminofens

Was vielfach unterschätzt wird, ist der Wirkungsgrad. Denn dieser gibt an, wie effizient Ihr Kaminofen im Vollbetrieb arbeitet. Um hohe Wirkungsgrade zu erzielen und dadurch kostengünstig und ökologisch sinnvoll zu heizen, sollten Sie Ihren Ofen so klein wie möglich dimensionieren. Denn bei einem heißen Abbrand werden zum einen weniger Schadstoffe ausgestoßen und zum anderen erzielen Sie dann maximale Wirkungsgrade. Ist der Ofen aber zu groß dimensioniert, müssen Sie ihn stets gedrosselt beheizen, was wiederum zu einer verringerten Heizleistung und zu vemehrtem Kondensatanfall führen kann.

 

Bevor Sie einen Kaminofen kaufen, sollten Sie folgende vier Aspekte beachten!

 

  1. Wo wird der Ofen aufgestellt?
  2. Wie groß sind die Räume, die Sie beheizen wollen?
  3. Wie gut sind diese isoliert?
  4. Wissen Sie, wie man richtig heizt?

Gerne beantworten wir Ihnen alle weiteren Fragen zur richtigen Auswahl des Kaminofens. Denn auch die Machart des Kaminofens kann die Wahl der kW beeinflussen. Hier finden Sie unsere Kontaktdaten!

 

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49 Kommentare

  1. Dirk Haase

     
    Hallo,
     
    ich möchte mir einen Wasserführenden Kamin zulegen. Bei so einen Kamin teilt sich die Leistung in Wasserleistung und Luftleistung, Welche Leistung ist ausschlaggebend für den Bezug auf die Raumgröße:
     
    Bsp. Kamin Leistung gesamt 15KW, 11KW Wasser und 4 KW Luft. Ist die Gesamtleistung zu beachten oder die Luftleistung?
     
    Danke, Gruß Dirk

  2. Robby

     
    Hallo Herr Haase,
     
    für den reinen Bezug auf die Raumgröße bzw. die Abschätzung der erforderlichen Leistung für den Rauminhalt ist die Wärmeleistung (Luft) ausschlaggebend. Sie dürfen diese Werte aber nicht als fix betrachten. Die Leistung die der Ofen an den Raum abgibt nimmt mit der Dauer der Beheizung zu, da der gesamte Kreislauf (Ofen, Leitungen) heißer werden. Um abzuschätzen welche Leistung max. angelegt werden sollte, müsste man den Rauminhalt und die Anzahl der Türen im Raum kennen.
     
    Bei einem normal gebauten Haus mit Dämmwerten um die 1980-1990er Jahre setzt man ca. 100-120 Watt pro Quadratmeter an. Der Raum bzw. die zu beheizende Fläche sollte dann also ca. 40-50 m² groß sein.
     
    Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
     
    Viele Grüße
    Robby Stude

  3. Kaufmann

     
    Sehr geehrter Herr Stude,
     
    wir planen unseren Neubau. Beim Heizen möchten wir auf einen Gasanschluss verzichten. Daher haben wir uns eine Solaranlage für Warmwasser und Raumheizung entschieden. An kalten Tagen soll ein wasserführener Pelletofen neben vorhandenem Heizstab hauptsächlich für ausreichend Wärme sorgen.
     
    Der Aufstellraum ist 38 qm groß. Verbindung kann zu sämtlichen Räumen durch Öffnung der Türen hergestellt werden. Der Aufstellraum ist bis ins 30 Grad Dach nach oben offen. Da das Haus aber insg. mit 81qm beheizbarer Fläche sehr klein ist möchten wir den Ofen nicht überdimensionieren.
     
    Welche Heizleistung sollte Ihrer Meinung nach ein wasserführender Pelletofen hier haben? Wir bedanken uns im Voraus für Ihren Rat.

  4. Robby Stude

     
    Sehr geehrter Herr Kaufmann,
     
    ohne die Heizlast des Gebäudes zu kennen, würde ich bei einem Neubau von max. 70 Watt/ m² ausgehen. Bei der genannten Heizfläche (81 m²) würde sich daher ein Leistungsbedarf von ca. 5,7 kW/h ausgehen.
     
    Es würde dann also grundsätzlich ein Pelletofen mit 11 kW Leistung (kleiner nicht verfügbar) ausreichen. Hier würde ich auf den Ego Hydro von MCZ verweisen.
     Wichtig zu wissen ist noch, dass ein wassergeführter Pelletofen selbst keine direkte Wärme abgibt sondern zu 90-95 % Wasser erwärmt, welches wiederum den Heizkreislauf zugeführt wird.
     
    Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  5. Der Heizer

     
    Danke für den interessanten Artikel! Leider habe ich von verschiedenen Ofenbauern unterschiedliche Aussagen erhalten, die mich unterm Strich eher verwirrt haben… Wir planen einen Neubau mit 36,5er gemauerten Ziegeln. Aus diversen Gründen verzichten wir auf ein KFW-Zertifikat… Primarheizung wird Gas in Verbindung mit Solar sein. Wir wollen uns einen Heizkamin ins Erdgeschoss bauen lassen. Der Raum hat ca. 40qm Wohnfläche (WZ, Essbereich, Küche). Es wird eine dezentrale Lüftungsanlage verbaut, deshalb wird ein Druckwächter nötig sein. Der Kamin hat einen Frischluftanschluss.
     
    Wir wollen den Heizkamin nicht primär als Heizung verwenden, es geht eher darum, die Atmosphäre und das Feuer hören, sehen spüren, genießen…
     
    Uns wurden Heizkamine von Austroflamm, Spartherm und Schmidt angeboten. Bei Austroflamm scheinen (nach Internetrecherche) die Keramottsteine schnell kaputtzugehen (keine Kulanz), Schmidt-Öfen verrußen nach Aussage eines Ofenbauers schneller… Jeder bewirbt sein verbautes Produkt…

    Nun zu den konkreten Fragen: Können Sie einen Hersteller empfehlen bzw. Gras. abraten? Und wieviel kW sollte der Ofen maximal haben?
    Vielen Dank!

  6. Robby Stude

     
    Hallo „Der Heizer“,
     
    eine Produktempfehlung können wir nicht aussprechen. Jedes Produkt hat seine Vor- und Nachteile und es ist auch klar, dass die Händler Ihr Produkt vertreten. Alles andere wäre auch schlecht.
     
    Was wir aber hinterfragen müssen, ist die Art des Einsatzes. Da davon auszugehen ist, dass das Gebäude weniger als 70 Watt/ m² Energiebedarf hat, ergibt sich bei 40 m² ein theoretischer Wert von 2,8 kW. Ein reiner Heizkamin mit diesen geringen Leistungswerten existiert einfach nicht.
     
    Wir würden uns bei einem Niedrigenergiehaus und der bereits eingeplanten Unterdrucksteuerung für einen Grund- oder Speicherofen aussprechen. Gerade wenn Sie vorhaben über mehrer Stunden zu heizen, wird der hohe konvektive Anteil bei Heizkaminen eine Sauna im Aufstellraum erzeugen.
     
    Diese Luft ist weder gesund noch angenehm. Sie sollten hier, gerne auch mit uns, die unterschiedlichen Heizarten betrachten. Das ist wichtiger als die Frage nach dem Hersteller. Diese kann man im Anschluss daran versuchen zu beantworten.
     
    Gerne können Sie direkt per eMail an redaktion@schornsteinmarkt.de oder telefonisch unter 05651.9919.111 mit uns in Kontakt treten. Wir empfehlen außerdem unseren Artikel zu den grundsätzlichen Ofenarten: https://www.schornsteinmarkt.de/rauchzeichen/kaminofen-warum-es-doch-zu-warm-wird/1130
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  7. Markus

     
    Hallo,
     
    Ich habe 120qm Wohnfläche in einem mit 30cm Bimswand Haus und 6cm Styropor Dämmung außen.
    Das Haus ist von 1965, jedoch renoviert.
     
    Im Moment befindet sich ein mit Kacheln gemauerter Kachelofen mit 11 oder 13kw Esch Kachelofeneinsatz und Nachheizkasten aus Guss darin. Alter cirka 25 bis 30 Jahre. Bei Aufstellung des kachelofen gab es keine Dämmung.
     
    Ich interessiere mich für einen 8kw Kachelofeneinsatz plus Nachheizkasten.

     
    Meine Frage

     
    Wären die 8kw plus die Leistung des Nachheizkasten ausreichend für die gekämmte Wohnfläche? 
    Vielen Dank im voraus.

  8. Ronny Stude Artikelautor

     
    Hallo Markus,
     
    ein neuer Kachelofeneinsatz mit 8 kW Nennwärmeleistung und einem neuen Nachheizkasten wird die Fläche in jedem Fall heizen können.
    Zum Einen hat sich die Technik (also Luftversorgung, Dichtigkeit, Feuerraumgeometrie) im Laufe der Jahre deutlich verbessert.
     
    Zum Anderen ist die Nennwärmeleistung nicht mit der tatsächlichen Feuerungsleistung gleichzusetzen. Diese wird über die Menge an zugeführten Brennstoff ermittelt.
     
    So ergeben z. B. 3 kg Holz bei einer Restfeuchte von ca. 20% eine Leistung von ca. 12 kW. Orientieren Sie sich deshalb bitte eher an der Holzaufgabemenge.
     
    Viele Grüße
     
    Robby Stude

  9. Maik

     
    Hallo. Ich hätte eine Frage. Ich habe ein Werkstattofen im Wohnzimmer stehen. Glaub er hat fünf oder sechs kw. Meine Frage ist ob was passieren kann wenn ich zuviel einheize und wie ich das merke das ich zuviel einheize. Habe bis jetzt immer mit. Vorsicht geheizt.
     
    Vielen danke für die Antwort

  10. Ronny Stude Artikelautor

     
    Hallo Herr Schulz
     
    vielen Dank für Ihre Anfrage.
     
    Wichtig ist zunächst das die Leistung nicht durch den Ofen sondern durch den Brennstoff kommt. Das heißt er hat z. B. nur 5 kW innerhalb von einer Stunde abgegeben, wenn auch die entsprechende Menge Holz zugeführt wurde.
     
    Man kann das „Überheizen“ sehr einfach durch reine Wahrnehmung spüren. Da der Sauerstoffgehalt in der Luft abnimmt, wenn Luft erwärmt wird und der Ofen ja auch Sauerstoff für die Verbrennung benötigt, merkt man das immer recht schnell. Dann heißt es weniger auflegen. Allerdings sollte es immer soviel sein, dass auch eine hellgelbe Flamme zu sehen ist.
     
    Nur dann findet eine Ausgasung des Holzes bei einem möglichst hohen Wirkungsgrad statt.
     
    Viele Grüße
    Ronny Stude
     

  11. Bianca forster

    Hallo , meine Vermieterin unterstellt mir das ich zu wenig heizen ich habe mir extra einen Dauerbrenner Ofen gekauft habe von Oktober bis jetzt circa 12ster Holz mit zusätzlichen brigets und Kohlen verheizt .Hebe eine nicht isolierte Wohnung mit 105qm. Ich habe circa 21-29 grad in der Wohnung mir wird gesagt ich muss zusätzlich noch die Heizungen aufdrehen sonst kommt nämlich Schimmel ,können Sie mir da einen Rat geben.
     
    LG Forster Bianca

  12. Ronny Stude Artikelautor

     
    Hallo Frau Forster,
     
    Bei der Beantwortung der Fragen können wir eigentlich nur falsch liegen, da die Materie doch recht komplex und aus der Entfernung auch gar nicht wirklich zu beantworten ist.
     
    Gerade an den Fensterflächen entsteht ja das meiste Kondensat, dass für die Schimmelbildung sorgt. Dort wird, selbst bei intensiver Beheizung mit dem Ofen, nicht die gleiche Wärme auftreten können wie das etwa ein direkt darunter montierter Heizkörper es ermöglichen würde.
     
    Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass der Ofen keine dauerhaft gleiche Temperatur ermöglichen kann und es bereits dadurch zu Kondensatbildung und in letzter Konsequenz zu Schimmelbildung führen kann.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ronny Stude

  13. Marcus

    Moin Moin ich und meine Frau wollen uns ein Hausboot kaufen Größe 44m2 wie groß muss der Kamin sein den wir sehr gerne hätten???
    Mit freundlichen Grüßen
    Marcus

  14. Ronny Stude Artikelautor

    Hallo Marcus,
     
    bei einem Hausboot mit einer Fläche von 44 m² kann man folgende Rechnung aufmachen:
     
    Verbrauch pro m² Wohnfläche: 150 Watt = 150 * 44 = 6600 Watt = 6,6 kW.
     
    Hierbei muss berücksichtigt werden, dass dies keine fixe Zahl ist. Der Abbrand verläuft in Abhängigkeit der eingesetzten Holzmenge, dem Wetter, der Zuluftstellung etc. stets mit einer stark steigenden und langsam (je nach Speichermöglichkeiten) abfallenden Wärmeentwicklung. Letztlich wäre ein Ofen mit kleiner Scheibe und 3- 6 kW Leistung (bitte unseren Artikel über Wärmebedarf in einem Niedrigenergiehaus beachten) beachten.
     
    Wenn es Rückfragen gibt, beantworten wir diese gerne.
     
    Viele Grüße
     
    Ronny Stude

  15. Oliver

    Hallo Herr Stude,
     
    wir haben ein 1979er Haus gekauft (magere Dämmung :)). Im Wohnzimmer steht ein 9kw Ofen aus alten Tagen.
    Verbrannt werden Holzbriketts und Holzscheite (Buche / Eiche).
     
    Der Ofen steht ca 1m entfernt an größeren Fenstern(Doppelglas) im Wohnzimmer. Das Haus ist aufgeteilt in drei Stockwerke
    Untere Ebene (Wohnzimmer, Küche, Flur – Wobei Küche und Wohnzimmer offen, also nicht getrennt).
     
    1. Etage 3 Zimmer
    Obergeschoss 1 Zimmer
    (unten noch Keller, ebenfalls über offene Treppe erreichbar)
    Alle Ebenen ca 40m^2
     
    Die Stockwerke sind über eine offene Treppe getrennt.
    Der Ofen steht ca 3 m vom Treppenhaus entfernt.
    Der Ofen wärmt den unteren Bereich recht ordentlich. Leider kommt von der Wärme kaum etwas in den oberen Etagen an. Geht man im Winter von Etage 1 ins Wohnzimmer merkt man im offenen Treppenhaus die Schneise zwischen warm und kalt.
    Ich würde gerne die oberen Stockwerke ebenfalls beheizen.
     
    Gibt es hier Möglichkeiten der Optimierung? ggf einen Ofen mit mehr kw wählen? Warmluft ins Treppenhaus, und dann nach oben befördern?
    Ein Ofen mit Wasseranschluss kommt aus Kostengründen leider nicht in Betracht.
     
    Danke vorab.

  16. Robby Stude

     
    Hallo Herr Giesler,
     
    vielen Dank für die Frage.
     
    Ich kann diese nicht pauschal beantworten ohne den Schnitt des Gebäudes (wie sind Räume miteinander verbunden) zu kennen. Als Hinweis kann ich aber vorab schon sagen, dass es nicht primär an der Leistung des Ofens liegt.
     
    Es ist vielmehr eine Frage von Wärmezirkulation im Gebäude oder anders gesagt: Da wo kalte Luft ist, kann warme Luft nicht sein. Nur wenn die erzeugte Warmluft die Kaltluft verdrängen kann (ausreichend, zielgerichtete Leitung) findet eine Durchwärmung statt. Das ist natürlich regelmäßig in den Aufstellräumen statt, ist aber auf angrenzende Räume und erst recht auf mehrere Etagen meist nicht übertragbar (Wände & Decken, Kaltluft von oben, keine Zirkulation).
     
    Um das aber abschließend zu beurteilen und auch eine Handlungsempfehlung aussprechen zu können, würde ich Grundrisse oder eine genauere Beschreibung der Örtlichkeiten benötigen.
     
    Viele Grüße
     
    Robby Stude

  17. Oliver

    Hallo Herr Stude,
     
    vielen Dank für die Mitteilung.
     
    Ich habe hier die Aufteilung etwas näher dargestellt:
    https://postimg.org/image/53z7msszd/
     
    Wäre es möglich und nützlich die warme Luft Richtung Treppenhaus zu drücken? ich schätze es kommt einfach zu viel kalte Luft vom Dachgeschoss nach unten….
     
    Vielen Dank vorab

  18. Simone

    Hallo und guten Morgen!
     
    Ich hätte auch eine kleine Frage.
     
    Wir bauen gerade und möchten uns für schöne Abende einen Ofen aufstellen, bzw bekommen als Heizung eine Luft-/Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, und der Ofen sollte bei Stromausfall gut und gerne einspringen können.
     
    Wir bauen recht offenherzig, der Raum in dem der Ofen steht ist allein ca 40 qm groß, die Etage an sich aber 92 qm und haben eine Betontreppe offengehalten nach oben in die Schlafräume.
     
    Ich bin etwas überfragt, welche KW ich hab berücksichtigen soll, da ich ja nicht möchte, dass die Wärme nur nach oben verfliegt, sondern auch im Wohn-/Essraum was davon habe.

    LG
    Simone

  19. Robby Stude

     
    Hallo Simone,
     
    bei einem Neubau mit einer Wärmepumpe kommt zunächst automatisch die Frage auf ob auch eine Be-und Entlüftungsanlage geplant ist. Hier würden besondere Anforderungen an die Ofen- und Regelungstechnik gestellt werden.
     
    Bezüglich der Wärmeverteilung ist eine Beurteilung ohne Einsicht von Grundrissen o. ä. quasi nicht abschließend möglich. Eine einfache Herleitung kann man über den Verbrauch pro m² tätigen. Bei einem Neubau geht man überlicherweise von 50-70 Watt/m² aus. Das würde ein Wärmebedarf von ca. 2-2,5 kW für 40 m² ergeben. Dabei ist nicht berücksichtigt, dass der Raum bereits „vorgewärmt“ ist. Es muss also eigentlich nicht weniger angenommen werden.
     
    Damit ist man beim Problem Heizleistung und Art der Energieabgabe. Dieses Thema würden wir aber nach hinten anstellen. Vorab wäre es sinnvoll zu wissen welche Fläche gewärmt werden soll und welches es kann. Dazu ist dann der Grundriss erforderlich.
     
    Viele Grüße
     
    Robby Stude

  20. Robby Stude

    Hallo Herr Giesler,
     
    das Problem wird gar nicht sein, dass die Luft dort nicht hochziehen kann weil der „Weg versperrt ist“ sondern weil es oben deutlich kälter als unten ist.
     
    Die kalte Luft ist ja viel schwerer als die warme und drückt nach unten während die warme Luft nach oben will. Die kalte Luft bildet dabei eine natürliche Barriere.
     
    So merkwürdig es sich anhört. Wenn Sie die Luft durch z. B. eine Heizung oder Ofen im oberen Geschoss mehr erwärmen (weniger stark als unten), kann auch die Luft von unten nach oben.
     
    Viele Grüße
     
    Robby Stude

  21. Johannes Müller

    Hallo.
     
    Ich baue mein Dachgeschoss aus und habe etwa 40m2 Wohnfläche bei einem Spitzdach das ca. 4m hoch ist und möchte es mit einem Pelletkamin betreiben. Welche Größe bräuchte ich etwa?
    Mfg Johannes

  22. T. Auerhahn

    Hallo Herr Stude,
     
    ich hätte auch eine Frage an Sie:
    Wir haben ein 1973er Haus (Bungalow) gekauft, Kalksandstein mit Isospan Dämmung und Thermopen Fenstern.
    Im ca. 85 qm großen Wohnzimmer (2,65m Deckenhöhe) steht ein offener Kamin – diesen möchte ich durch einen Kaminofen ersetzen.
     
    Können Sie mir sagen ob ein 8kw Kaminofen für den Wohnbereich ausreicht?
     
    Besten Dank im Voraus!
     
    Auerhahn

  23. Robby Stude

     
    Hallo Johannes Müller,
     
    bei einem Pelletofen ist die maximale Leistung des Ofens nicht so entscheidend, da i. d. R. über ein Thermostat geregelt wird. Um für den Raum eine Berechnung machen zu können, würden wir mehr Daten benötigen (Fensterflächen, Dämmstandard). Aber wie bereits erwähnt, werden Pelletöfen meist bis 6 kW, 8 kW oder darüber verkauft und regeln dann entsprechend der Raumtemperatur.
     
    Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  24. Robby Stude

     
    Hallo Herr Auerhahn,
     
    die Frage kann eindeutig bejaht werden, da letztlich bei einem mit 8 kW geprüften Ofen die Leistung auch auf 12 kW „angehoben“ werden kann.
     
    Letztlich ist die Leistung ja abhängig von der Holzmenge und Art und einiger anderer Faktoren. So würden z. B. 8 kW eine Holzmenge von ca. 1,5 bis 2 kg Holz entsprechen. Legen Sie 3 kg Holz auf sind es bereits ca. 10-13 kW usw.
     
    Viele Grüße
     
    Robby Stude

  25. Marion

    Lieber Herr Stude,
     
    wir haben ein Wochenendhaus das zur Zeit mit zwei kleinen Holzöfen ( Küche und Wohnzimmer) beheizt wird . Wir würden wir den Ofen im Wohnzimmer gerne ersetzen und hätten deshalb gerne gewusst ob dieser mit 5 -6 kw für eine gesamte Wohnfläche von 78 m2 für ein Haus aus den 1965 Jahren – ausreichend ist – Fenster, Dämmung und Dach wurden vor 15 Jahren neu gemacht.
     
    Liebe Grüße
    Marion Braun

  26. Robby Stude

     
    Hallo Frau Braun,
     
    Grundsätzlich würde ich die Frage bejahen, da ein Feuerraum mit einer Nennwärmeleistung von 5 oder 6 kW bei korrekter Beschickung auf jeden Fall die Wärme für die genannte Fläche erwärmen kann.
     
    Hingegen stehen kann hier nur, wenn die 78 m² auf mehrere Räume verteilt sind und die Luft dort nicht hinziehen kann. Das passiert i. d. R. wenn in dem Aufstellraum nur eine Tür zu einem nächsten Raum vorhanden ist.
     
    Die warme Luft zieht dann hier nicht einfach heraus und die Fläche könnte ggf. nicht komplett durchwärmt werden.
     
    Weitere Fragen können Sie gerne per eMail an uns richten.
     
    Vielen Grüße
     
    Robby Stude

  27. Timo

    Hallo Herr Stude,

    wir bauen ein Haus mit 160 qm Wohnfläche, das dem KFW 70 Standard bzw der aktuellen EnEV 2016 entspricht. Das Heizkonzept besteht aus Gas, Solarthermie und einem wassergeführten Kamin. Der Aufstellraum hat eine Grundfläche von 52 qm und bei einer normalen Deckenhöhe von 2,55 m. Den Raum verbindet eine Tür mit dem Treppenhaus. Wir haben als Kamin den Hark Heizeinsatz Radiante 550/20/57-66.44 H WW ECOplus ins Auge gefasst. Dieser soll in einem Bausatz aus Wärmespeichersteinen aufgebaut werden. Laut Datenblatt hat der Ofen folgende Heizleistungsangaben:
    Nennwärmeleistung (kW) 11,8 (luftseitig 6,3/wasserseitig 5,5)
    Raumheizvermögen (m³) 128/107
    Jetzt hat mich unser Heizungsbauer etwas verwirrt und meinte, dass das Verhältnis Wasser/Luft zwischen 70 und 80% liegen sollte. Ich finde aber keinen solchen Heizeinsatz, der ein solches Verhältnis aufweisen kann. Wie schätzen Sie die Dimensionierung des Ofens ein? Passt dieser zu den Daten des Hauses?

    Vielen Dank für Ihre Mühe.

    Timo

  28. Robby Stude

     
    Hallo Herr Schäfer,
     
    zunächst sind hier wahrscheinlich einige Missverständnisse zur Heizleistung Ihrerseits und auch von Seiten des Heizungsbauers vorhanden.
     
    Bei den genannten 11,8 kW handelt es sich um eine gesetzl. vorgeschriebene Angabe des Herstellers. Bei dieser Leistung wurden die Werte (Feinstaub, Stickoxide etc.) auf dem Prüfstand abgenommen. In der Praxis ist die Heizleistung massgeblich von den Faktoren Holzmenge, Holzart, Holzqualität, Zuluft, Wetterbedingungen und Unterdruck abhängig.
     
    Übersetzt könnte man formulieren, dass für 11,8 kW eine Holzmenge von ca. 3-4 kg pro Stunde erforderlich ist (1 kg = ca. 4 kW).
    Der Feuerraum selbst fasst aber mehr als die genannten 4 kg, so dass auch eine deutlich höhere Leistung erzielt werden könnte. Umgekehrt gilt das nur bedingt, da im Feuerraum immer eine Temperatur um die 500 °C (Luft) herrschen müssen um einen ordentlichen Abbrand zu gewährleisten.
     
    Die Aussage des Heizungsbauers kann so ebenfalls nicht stehen gelassen werden. Mit Dauer der Beheizung des Wasserkreislaufs verschiebt sich die Wärmeverteilung Luft/Wasser zugunsten der Lufterwärmung. Das Verhältnis ist deshalb definitiv nicht als „fest“ anzusehen.
     
    Das eigentliche Problem ist aber die Leistung an sich. Rechnerisch hat der Aufstellraum einen Wärmebedarf von 3,6 kW (70 Watt * 52 m²). Davon wird ja bereits ein Großteil über die anderen Heizmedien gedeckt (wieviel genau ist unbekannt). Wenn man unterstellt, dass mind. 60% (niedriger Ansatz) bereits durch die normale Heizung erledigt wird, kann der Raum in der 1. Stunde ca. 1,4 kW mehr aufnehmen (40% von 3,6 kW). In den folgenden Stunden kann dann entsprechend immer weniger aufgenommen werden.
     
    Bereits in der 1. Stunde würde der Einsatz bei normaler Befüllung das 2,5 fache der „ertragbaren“ Wärme in den Raum abführen. Ich bezweifel, dass dieser Zustand über mehrere Stunden aufrecht erhalten werden kann.
     
    Ein anderes Problem bei wassergeführten Anlagen muss ebenfalls beleuchtet werden. Üblicherweise sind heutzutage beide Partner tagsüber nicht zu Hause und die Primärheizquelle beheizt den Pufferspeicher. Wenn dann am späten Nachmittag der Ofen geschürt werden soll, ist meist wenig „Platz“ im Pufferspeicher, so dass entweder gar nicht geheizt werden kann oder noch schlimmer nach kurzer Zeit die thermische Ablaufsicherung für ein verrauchtes Wohnzimmer sorgt.
     
    Abschließend kann ich Ihre Frage nach der Dimensionierung eigentlich nur mit einem klaren nein beantworten und würde Sie auf Grund- oder Speicheröfen (mit oder ohne Wassererwärmung) aufmerksam machen wollen.
     
    Viele Grüße
    Robby Stude

  29. Vreni

    Hallo Herr Stude,
    wir bauen gerade ein KFW – 55 Holzhaus ( Brettsperrholz)mit 190 qm Wohnfläche. In den meisten Räumen heizen wir mit Infrarot- Heizkörpern. Aber in Küche- Esszimmer (40qm) im Erdgeschoss und im Wohnzimmer 2. Obergeschoss ( 30qm) werden wir ausschließlich mit Kaminöfen heizen. Das Treppenhaus zwischen den drei Etagen ist offen. Nun sind wir auf der Suche nach passenden Öfen. Können Sie uns bezüglich Ofenart, KW-Größe und Befeuerungsart Empfehlungen geben.?
    Im Voraus schon einmal vielen Dank.

    Vreni

  30. Robby Stude

     
    Sehr geehrte Frau Kappler,
     
    Ihre Frage ist nicht mit wenigen Worten zu beantworten.
     
    Zunächst muss der Wärmebedarf ermittelt werden. Das kann man überschlägig über die Watt pro m². Wenn man alle Flächen der Räume die ausschließlich mit Öfen beheizt werden sollen zusammen zieht, ergeben sich 70 m². Diese multipliziert man mit 55 Watt (KFW 55) und erhält 3850 Watt oder 3,85 kW Heizlast bzw. Wärmebedarf.
    Da wir nicht wissen ob die Räume über einen Ofen erreichbar sind, müssen die Räume ggf. einzeln betrachtet werden.
     
    Wenn Sie von Kaminöfen sprechen, gehen wir von normalen Standöfen mit hauptsächlich konvektiver Leistung aus. Das heißt es wird zum großen Teil warme Luft und zu einem geringen Teil Strahlungswärme über die Scheibe und ggf. eine Steinverkleidung erzeugt. In Holzmenge umgerechnet müssten so pro Stunde (mit fallender Tendenz) ca. 1 kg Holz (bei Gesamtbetrachtung aller Räume) verbrandt werden. Da die Wärme konvektiv erzeugt werden wäre sie natürlich nur dann vorhanden, wenn auch nachgelegt werden kann (Anwesenheit). Wenn niemand nachlegen kann, wird der normale Kaminöfen i. d. R. innerhalb von einer Stunde wieder erkalten.
     
    Ein Kaminofen braucht i. d. R. stündlich Holz und die meisten Kaminöfen haben einen zu großen Feuerraum um auf Dauer mit nur wenig Holz ordentlich zu brennen. Wir würden daher eher einen Speicherofen empfehlen. Dieser braucht nur wenige Male (üblich 2 mal täglich) befeuert werden und wärmt in einem Zeitfenster zwischen 5 und 15 Stunden auch wenn Sie nicht anwesend sind. Außerdem gibt er deutlich weniger Konvektion sondern eher Strahlungswärme ab. Diese ist nicht nur gesünder sondern hat auch den Vorteil, dass nicht die Luft sondern Körper erwärmt werden und damit ein Absinken der Sauerstoffsättigung nahezu vermieden wird.
     
    Gerne können wir Ihnen weiterführende Informationen geben. Aktuell ist es allerdings nicht möglich genau auf einen Ofen zu zeigen. Wenn Sie uns Baupläne o. ä. zur Verfügung stellen würden, können wir entsprechende Empfehlungen aussprechen.
     
    Viele Grüße
    Robby Stude

  31. Yilmaz Kozbas

    Hallo Stude
    Wir haben 2 geschossige Haus 117 qm2 und wollen ein Kamin ofen kaufen .aber wir müssen Kaminrohren aussen bauen, weil wir Einzügige Schorstein haben.Unsere Haus wird mit Heizöl beheizt und in zukunft Dachgeschoss wollen wir auch bauen. wir wollen ein wasserführende Kaminofen für Dusche oder Für Heizkessel.was für ein Kaminofen kaufen müssen
    Mit freundlichen gruß

  32. Kris

    Sehr geehrter Herr Stude,
    ich möchte in meinem Flur (ca.6m²) einen Ofen aufstellen. Er soll das Wohnzimmer (34m²) mit heizen. Der Ofen würde direkt neben der Eingangstüre stehen, allerdings mit der Sichtscheibe vom Wohnzimmer weg. Wenn ich nun alle alle angrenzenden Türen geschlossen lasse, könnte ich dann den Flur und das Wohnzimmer mit integrierter Küche mit einen 6KW Ofen beheizen?
     
    Viele Grüße
    Kris

  33. Robby Stude

     
    Sehr geehrte Damen und Herren,
     
    die Frage müssen wir wahrscheinlich teilweise verneinen. Es wird sicher möglich sein mit einem Ofen den Flur zu beheizen. Die Nennwärmeleistung ist hier stets irrelevant, da die Leistung nicht durch den Ofen sondern durch den Brennstoff kommt.
     
    Es wird aber nicht möglich sein, dass die warme Luft einfach in einen anderen Raum zieht. Damit das funktioniert, muss eine Zirkulation von Warm- und Kaltluft erfolgen. Abgesehen davon muss immer berücksichtigt werden, dass warme Luft aufsteigt.
     
    Um benachbarte Räume zu beheizen gibt es z. B. von MCZ Kaminöfen an denen man ein Gebläse anschließen und über einen verlegten Luftschlauch die Luft direkt in den entsprechenden Raum leiten kann.
    Wenn Sie hierzu mehr Informationen benötigen besuchen Sie bitte folgende Seite: http://www.mcz.it/de/kaminholzofen/kasai/
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  34. Robby Stude

     
    Sehr geehrter Herr Kozbas,
     
    Ihre Frage ist ohne weitere Informationen nicht zu beantworten, da u. a. auch berücksichtigt werden muss wie oft und wie lange geheizt werden kann. Außerdem muss berücksichtigt werden wo der Ofen steht um den Raum nicht zu überheizen (häufiges Problem).
     
    Nicht zuletzt ist es natürlich wichtig zu wissen wieviel Wärme überhaupt benötigt wird bzw. abgenommen werden kann (Energieberechnung) und welcher Speicher verwendet wird.
     
    Sie können uns gerne diese Informationen zur Verfügung stellen. Selbst danach wird aber die Frage nach dem passenden Ofen nicht ganz einfach zu beantworten sein (Design, Leistung).
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  35. Markus M

    Hallo Herr Stude.

    Wir wollen in unser frisch erworbenes Haus im Wohnzimmer einen Kaminofen einbauen. Schornstein ist vorhanden. Das Haus ist Baujahr 1979 und wurde 2004 mit 120mm EPS an dem Außenwänden gedämmt. der Wohnbereich ist in L-Form angelegt.
    Der 1. Wohrbereich ist 7m x 4m x 2,5m, 70m³.

    Der 2. Wohnbereich erstreckt sich mit 5,5m x 4m. Dieser ist nach oben offen und hat insgesamt über 6 m Breite Bodentiefe Fenster. In ca. 2,4m Höhe folgt ein Zeltdach welches wiederum 2,4m Höhe in der Spitze aufweist. Raumvolumen ca. 73m³.

    Gesamtes Raumvolumen ca. 150m³.

    Der Ofen sowie die Zimmertür befinden sich im ersten Wohnbereich, in welchem sich auch die Sitzecke befindet.
    Ich würde hier gern einen Ofen aufbauen wollen, der viel Strahlungswärme abgibt, da sich auch in diesem Bereich die Sitzecke befindet.

    Für einen Grundriss , Informationen oder Beratungen Ihrerseits gern per E-Mail.

    Beste Grüße

  36. Robby Stude

     
    Hallo Herr Menge,
     
    Die grundsätzliche Anforderung ist verstanden. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es vom Wohnbereich 1 in den Wohnbereich 2. Dieser hat eine Art Galerie.
     
    Um hier genau urteilen zu können, würde ich in der Tat Bilder und Grundrisse benötigen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  37. Vitali F

    Hallo Herr Stude,

    wir möchten bei uns im Haus (2 Wohnungen Bj. 2003) in der ersten Wohnung einen Holzofen aufstellen. 82,4m² ist die Wohnfläche groß. Nach dem Energieausweis benötigt das ganze Haus (Wohnfläche 240m²) 109kWh/(m²*a)

    In dem nachfolgenden Bild ist ein Grundriss vom EG zu sehen.
    https://img1.picload.org/image/rpgdpala/unbenannt.png

    Die Aufteilung der Räume in der ersten Wohnung sind durch die roten Zahlen markiert. Diese stellen die Flächen der Räume dar. Der rote Kreis ist der Ofen Aufstellort und rechts daneben ist ein Deckenventilator schon installiert. Der Deckenventilator eignet sich gut zur Wärmeverteilung, hoffe ich 🙂 oder? Oder sollte der Deckenventilator an einer anderen Position installiert werden?

    Nun stehe ich vor der eigentlichen Frage, welche sinnvolle Leistung muss der Holzofen haben um diese Fläche zu beheizen. Dabei wird in Schlafzimmer ein Temperatur von 18°C und HWR > 16°C ausreichen.

    Es grüßt schön

    Vitali F

  38. Robby Stude

     
    Hallo Herr Fichtner,
     
    zunächst vielen Dank für die Frage und den Grundriss.
     
    Es wird leider nicht ohne Weiteres möglich sein die komplette Fläche mit einem Kaminofen zu beheizen. Hintergrund ist, dass die warme Luft nicht einfach aus der Wohnzimmertür durch den Flur die anderen Räume erreicht.
     
    Dafür wäre eine Zirkulation – also ein Nachfluss kalter Luft in den Aufstellraum mit gleichzeitiger Verbindung in die anderen Räume erforderlich. Da kalte Luft immer schwerer als warme ist, wird sie sich in der Tür stauen, den Aufstellraum sehr wahrscheinlich überheizen und keinen nenneswerte und befriedigende Durchwärmung der anderen Räume ermöglichen.
     
    Unter den gegeben Umständen wäre ein Pelletofen mit Luftverteilung in andere Räume (Schlauchsystem) technisch besser. Ob es auch umsetzbar ist (Aufputzleitung oder Stemmarbeiten) kann ich nicht betrachten.
     
    Wenn ein Deckenventilator eingebaut wird, muss dieser in den Aufstellraum um die warme Luft nach unten (unter Türsturz) zu drücken. Zu Bedenken ist außerdem, dass die Leistung des Ofens nicht hauptsächlich vom Ofen sondern von der Brennstoffmenge abhängig ist. Ich rate aber auf jeden Fall einen möglichst kleinen Feuerraum zu wählen, da große Feuerräume auch viel Holz benötigen. Geht man von den nur 27 m² Aufstellraum aus, würde eine Holzmenge deutlich unter einem halben Kilo pro Stunde (2 kW) ausreichen um den Raum bereits zu überheizen.
     
    Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
     
    Viele Grüße
    Robby Stude

  39. Strei

    Guten Morgen
    Haus ungedämmt Baujahr 60.
    Fussbodenheizung verbaut . Raumgrösse :
    32qm, Kamin soll mittig stehen.
    Habe verschiedene Aussagen der Ofenbauer und bin verwirrt .
    Der eine möchte mir einen Kamin Speicher Ofen mit Ca 11 kW verbauen , ein anderer meint, dies sei überdimensioniert.

    Was raten Sie an?

  40. Robby Stude

    Sehr geehrte Frau Streib,

    eine pauschale Aussage ist immer schwer weil auch das Nutzungsverhalten nicht bekannt ist.
    Man kann sich über den Wärmebedarf annähern. Bei einem 32 m² Raum in dem genannten Gebäude muss man von ca. 120-150 Watt pro m² ausgehen. Es würde sich ein Bedarf von 4,8 kW ergeben.
    Da davon ausgegangen werden muss, dass davon eigentlich alles die Fußbodenheizung erwärmt, bleiben nur minimale Abnahmemengen an Wärme für den Ofen. Wenn der Raum aber komplett mit dem Ofen geheizt werden soll, würden sich natürlich andere Leistungsanforderung des Ofens ergeben.

    Letztlich würden wir dazu raten das wir telefonisch darüber sprechen, da die Fragestellungen die sich ergeben nicht einfach durch einen Beitrag zu lösen sind.

    Vielen Dank
    Robby Stude

  41. Jannik S

    Sehr geehrter Herr Stude,

    Wir haben ein Wohnzimmer von 32 qm in einem Haus von 1890 (letzte Neudämmung mitte 50er). Der Kaminofen soll in der Ecke an zwei Außenwänden stehen. An das Wohnzimmer grenzt ein großer Flur mit einer offenen Treppe mach oben.
    Wir haben uns einen Ofen mit einem Leistungsbereich von 4-9kw herausgesucht und einer Nennwärmeleistung von 8kw. Jetzt befürchten wir, dass dieser überdimensioniert sein könnte.

    Was denken Sie dazu?
    Liebe Grüße aus Bielefeld

  42. Robby Stude

     
    Sehr geehrter Herr Steckert,
     
    danke für die Frage. Ich kann sie nur bedingt beantworten, da nicht bekannt bzw. es nicht beschrieben ist ob eine wechselseitige Luftzirkulation vom Wohnzimmer über den Flur in einen dritten Raum zurück in das Wohnzimmer möglich ist.
     
    Wenn dem so ist, ist ein Leistungbereich bzw. eine Nennwärmeleistung nur dann sinnvoll zu bemessen, wenn die anderen Raumgrößen inkl. dem Flur bekannt sind.
     
    Sollte die beschriebene Situation nicht möglich sein, würde der Ofen in der Tat sicher überdimensioniert sein. Das können Sie aber in einem Leistungsbereich von 4 kW bis .. selbst regulieren indem Sie von Stunde zu Stunde weniger auflegen (1 kg Holz bei ca. 20 % Restfeuchte = 4-5 kW).
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

  43. Lisa H

    Hallo Herr Stude,

    wir sind noch dabei eine alte Scheune als Wohnhaus auszubauen. Nun sind wir auf der Suche nach einem geeigneten Kamin. Wir haben eine OFFENE Wohnküche mit Essbereich von ca 80 m2. Wie viel kW sollte unser Kamin dann haben ?

    Viele Grüße
    Lisa

  44. Robby Stude

     
    Hallo Lisa,
     
    die Frage nach der erforderlichen Leistung kann leider mit den wenigen Parametern nicht abschließend beantwortet werden. Wir müssten zusätzlich wissen wie hoch die Scheune ist und wie diese energetisch saniert wurde oder wird.
     
    Eine Scheune entsprechend unserer Vorstellung (ca. 6 m freier Raum im Inneren mit mässiger Wärmedämmung) wird sehr viel Leistung benötigen (ca. 250-350 Watt/ m²). Vielleicht können diese Infos nachgereicht werden. Dann wäre eine Aussage genauer oder überhaupt erst möglich.
     
    Viele Grüße
    Robby Stude

  45. Max

    Sehr geehrter Herr Stude,

    seit Heizperiode 2016/17 haben wir den Kaminofen „Haas & Sohn i 3020“:
    http://www.haassohn.com/de/produkte/archiv/kaminofen/i-3020_f-231

    Ich wusste vor der Anschaffung allerdings nichts von dieser Faustregel „0,1 Kw pro qm“. Sonst hätte ich garantiert kein Model dieser Art gekauft. Der Ofen ist im Wohnzimmer mit nur 26qm aufgestellt. Angrenzend die Küche mit 18qm verbunden durch einen Torbogen ohne Tür.

    Lange Rede kurzer Sinn:
    Selbst bei vorsichtigem Heizen mit möglichst kleiner zugeführter Holzmenge herrschen hier 27-31 Grad.
    Das macht überhaupt keinen Spaß mehr.

    Laut der einfachen Faustregel benötigt man für einen 26qm Raum ja nur 2,6 Kw. Nur habe ich bisher immer nur Kaminöfen gefunden die 6 oder 8 Kw haben, ganz selten einen mit 4kw und das waren meist abgrundtief hässliche Werkstattöfen für 120 Euro aus dem Baumarkt.

    Haben Sie eine Idee oder einen Ofen mit welchem wir glücklich werden?

    Vielen Dank,
    Max

  46. Robby Stude

     
    Sehr geehrter Herr Zeitz,
     
    Sie haben das Problem selbst erkannt und gefühlt. Daher verliere ich nicht allzu viele Worte über Nachteile von konvektiv arbeitenden Öfen in kleinen Räumen.
     
    Wichtig ist aber nochmal zu betonen, dass die Leistung nicht über den Ofen sondern über den Brennstoff erzeugt wird. Die genannten Leistungen sind lediglich die Werte die auf dem Prüfstand als Referenz herangezogen werden. Das hat eigentlich nie etwas mit der tatsächlichen Leistung zu tun (daher Faustformel besser: 1 kg Holz = 4 kW).
     
    Allerdings wird es in Ihrem Raum egal wie wenig Holz Sie zuführen, trotzdem zu einer Überheizung kommen. Es ist vielleicht noch möglich das zeitlich zu strecken aber mit konvektiven Öfen wie es ein normaler Kaminofen nunmal ist, wird es ist nicht zu verhindern sein.
     
    Die Empfehlung ist daher ein Speicherofen (nicht Warmwasser sondern Wärme). Dieser gibt die hauptsächliche Wärme in Form von Strahlungswärme ab. Diese Geräte sind meist teurer, träger aber eben auch effizienter und sie können einen Raum i. d. R. nicht überheizen (begrenzte Kapazität des Speichermediums).
     
    Wenn es hierzu Fragen gibt, empfehle ich unseren Artikel zu Speicheröfen.´.

  47. Sigi

    Hallo Herr Stude,
    ich habe eine Frage. Wir würden gerne in unserem Loft einen Kaminofen mit 6,6 kWatt aufstellen.
    Unser Loft hat 77qm und hat rechts und links Dachschrägen (Spitzdach).
    Reicht hierfür dieser Ofen?
    Vielen Dank und Liebe Grüße
    Sigi

  48. Judith Ströbel

    Halli Hallo,
    das war ein super Beitrag. Leider bin ich mir trotzdem noch unsicher welche Größe für michbideal wäre.
    Ich wohne in einem schlecht isolierten Häuschen (1fach Verglasung usw.), von ca. 20 qm. Dieses Jahr wird es mit der neuen Isolation einfach nichts mehr.. Also heißt es für mich, mit einem Ofen durch den Winter.
    Wären 6kw hier ausreichend?
    Liebe Grüße und danke im Voraus.

  49. David N.

    Hallo Herr Stude,
    Ich habe ein altes Forsthaus und beabsichtige einen wasserführenden Ofen zu installieren. Da das Haus sehr alt ist, ist der Energieverbrauch relativ hoch. Der Aufstellraum hat 20qm, 2,6 Meter hoch. Der Fernsehsessel ist 2,5 Meter vom Ofen entfernt. Vom Raum geht eine Tür (i.d R. offen) zum Flur 10qm über der zur Küche (Tür ebenfalls offen) 13qm und Treppenhaus führt. Wie viel Wärmeleistung luftseitig darf der Ofen maximal abgeben ohne dass das Wohnzimmer überheizt wird? Über ihren Rat wäre ich sehr dankbar.

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