Kamine

Weihnachtsbaum im Kamin verbrennen? – Ja aber mit Einschränkungen!

Feuerholz im Kamin verheizen

So schön die Weihnachtszeit ist, im Januar oder spätestens im Februar ist es an der Zeit, den inzwischen trockenen und nadelnden Weihnachtsbaum, der nach und nach seinen Glanz und seine grüne Farbe verliert loszuwerden. Jedes Jahr stellt sich dabei aufs Neue die Frage, was mit dem Nadelbaum werden soll und wie man ihn am besten entsorgt. Es ist verboten, den Nadelbaum aus dem Fenster zu werfen, dafür gibt es aber die unterschiedlichsten Möglichkeiten ihn zu entsorgen, zum Beispiel im Kamin.

Dank der Werbespots eines bekannten schwedischen Möbelherstellers werden auch in Deutschland immer mehr Weihnachtsbäume am 13. Januar dem St.-Knuts-Tag abgeschmückt und aus den Wohnungen und Häusern entfernt.

Ab in den Kamin – das ist zu beachten

abgeschmückter WeihnachtsbaumNadelholz ist ausgezeichnetes Brennholz, das wissen Ofenbesitzer natürlich und daher liegt die Idee nahe, die immer kahler werdende Tanne oder Fichte einfach in den heimischen Kamin oder Ofen zu stecken und auf diese Weise effektiv zu entsorgen. Prinzipiell ist das Verbrennen des Weihnachtsbaumes im heimischen Ofen natürlich möglich, schließlich handelt es sich dabei um unbehandeltes Holz, allerdings sollte dabei auch einiges beachtet werden.

 

Entfernung der Zweige vom WeihnachtsbaumIn erster Linie muss ein Weihnachtsbaum der im Kamin verbrannt werden soll natürlich unbehandelt sein und vollständig von seiner Dekoration befreit werden, was in jedem Fall auch das Lametta oder Engelshaar mit einschließt. Zusätzlich sollte bedacht werden, dass Brennholz so trocken wie möglich sein sollte bevor es in die Flammen geworfen wird. Optimaler Weise sollte ein Weihnachtsbaum daher mindestens ein Jahr lang getrocknet und gelagert werden, bevor er als Feuerholz für den Kamin genutzt wird.

 

Natürlich ist der Baum nach seiner Zeit im Wohnzimmer bereits ausgetrocknet, das betrifft in erster Linie jedoch die Zweige und Nadeln, während der eigentliche Stamm zum Verfeuern noch nicht trocken genug ist.

 

Wird der Baum verbrannt, wenn er noch nicht ausreichend getrocknet ist, beeinträchtigt das nicht nur das Brennverhalten, die Rauchentwicklung und die tatsächliche Heizwirkung sondern kann auch zu Schäden und Verunreinigungen im Kamin führen, zumal gerade Nadelbäume stark harzen können.

Den Weihnachtsbaum zu Brennholz machen – so geht es

Zerlegung des StammesWenn der Weihnachtsbaum weder zu den öffentlichen Sammelstellen soll noch einen Zweck als Gartendünger oder Beetabdeckung erfüllen kann, dann sollte er vor dem Verbrennen im Kamin optimal zerkleinert und vorbereitet werden.

 

Dafür sucht man sich im Freien oder auch in einem geeigneten Arbeitsraum wie zum Beispiel Keller, Garage oder Schuppen einen eine feste und robuste Unterlage, die festen Stand bietet und der Verschmutzungen durch Holzspäne, Splitter und Tannennadeln nichts anhaben können.

 

Zerkleinerter Stamm eines WeihnachtsbaumsMit einer geeigneten Axt werden dann von unten nach Ofen als erstes die Zweige entfernt, bis man nur noch den Stamm selbst übrig hat, denn die Nadeln dürfen nicht im Kamin verbrannt werden. Dieser wird dann ebenfalls mit der Axt oder auch mit einer Säge in handliche Stücke von maximal zwanzig Zentimeter Länge zerteilt.

 

Für ein etwa ein Jahr richtig gelagert und getrocknet kann man den Weihnachtsbaum dann bedenkenlos und unkompliziert im Kamin verfeuern, pünktlich zum Beginn der nächsten Weihnachtsbaumsaison!

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2 Kommentare

  1. Robby Stude

     
    Sehr geehrter Mr. Hartley,
     
    es sollten keine Tannenzapfen verbrandt werden die nicht mind. 3 Jahre gelagert wurden, da hier das meiste Harz gebunden wird.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Robby Stude

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