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Ölpreise – wer mit Holz heizt, lacht zuletzt

Ölpreise schwanken Grafik

Die Ölpreise waren 2014 und zu Beginn 2015 so niedrig wie schon lange nicht mehr. Autofahrer freuen sich, ebenso Verbraucher, die auf Ölheizungen setzen. Doch ein Ende der Goldgräberstimmung ist in Sicht. Auch wenn Konsumenten bisher von günstigen Ölpreisen zu profitieren scheinen, kann sich die Ausgangsposition sehr schnell verändern. Der lachende Dritte könnten dann Haushalte sein, die auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz zum Heizen und zur Energiegewinnung setzen. Ein kurzer Ausblick.

Der milde Winter und die äußerst niedrigen Ölpreise haben 2014/2015 viel Sparpotential für die Haushaltskasse gebracht. Günstiges Tanken und günstiges Heizen sind nur zwei Vorteile der Barrelpreise auf Top-Niedrigniveau. Doch Verbraucher müssen sich angesichts von Barrelpreisen unter 60 Dollar fragen, wie lange diese Baisse noch anhalten wird. Verantwortlich dafür war u.a. die steigende Erdölförderung in den USA. Zugleich haben die OPEC-Staaten die Fördermenge konstant gehalten, sodass die Preise weiter fallen konnten. Es gibt Vermutungen, dass sowohl die USA als auch die OPEC durch ihre Haltung dafür sorgen wollten, dass die Konkurrenz durch den Preisdruck nicht mehr gewinnbringend Öl fördern und langfristig Schaden nehmen würde. Die Krisen in Russland und Venezuela, beides Länder, deren Wirtschaft massiv von der Ölförderung abhängt, können als Beleg für das Handeln der Vereinigten Staaten und den OPEC-Ländern dienen.

Wann steigen die Ölpreise wieder?

Es gibt verschiedene Szenarien für das Verhalten der Ölpreise auf dem Weltmarkt. Einige Analysten gehen davon aus, dass die hohen Förderkapazitäten der USA sowieso nicht länger als bis 2030 anhalten werden (http://www.rottmeyer.de/jahresausblick-2015-oelpreis-bleibt-gedeckelt/2/) und dies zwangsläufig zu weniger Öl auf dem Markt und die Verknappung folglich zu höheren Preisen führt. In anderen Szenarien wurde für 2015 ein Absinken des Barrelpreises auf 40 Dollar vorhergesagt. Diese Voraussage wurde aber bis dato noch nicht erfüllt. Grundsätzlich dürfen Verbraucher also davon ausgehen, dass die Ölpreise wieder steigen werden. Wie hoch die Kosten letztlich ausfallen, können aktuell nicht einmal Analysten genau voraussagen. Sie haben auch die aktuelle Ölpreiskrise nicht im Vorfeld erkannt und davor gewarnt.

Konsequenzen für Konsumenten

Wer den Verlauf der Brennstoffpreise für Öl, Gas, Pellets und Scheitholz verfolgt (https://www.cafiro.de/rauchzeichen/preisvergleich-fuer-brennstoffe-2015-wie-guenstig-sind-holz-und-pellets/1387), wird feststellen, dass nachwachsende Brennstoffe bei weitem nicht so starken Schwankungen unterliegen wie fossile Brennstoffe. Deren Vorkommen ist ohnehin begrenzt und die Preise hängen sehr stark von geopolitischen Interessen unterschiedlicher Akteure und Staaten wie u.a. den USA, Russland, dem Iran oder den OPEC-Staaten ab.

 

Die Konsequenz für Hausbesitzer dürfte demnach logischerweise darin bestehen, mittelfristig auf Sonnenkraft und Holz für die Energie- und Wärmegewinnung zu setzen. Denn die Preise für Pellets und Feuerholz sind seit Jahren auf einem konstanten Niveau und lediglich saisonalen Schwankungen unterworfen.

 

Durch die gerade gestiegenen BAFA-Fördergelder (https://www.cafiro.de/rauchzeichen/bafa-foerderung-mit-map-2015-mehr-geld-fuer-pelletoefen/1554) für wasserführende Pellettechnik, Solaranlagen und Wärmepumpen dürfte der Umstieg für Hausbesitzer oder auch Unternehmen noch attraktiver werden.

 

Wenn dann die Ölpreise und die daran gekoppelten Gaspreise erwartungsgemäß wieder steigen, bleiben alle, die mit Holz und Sonnenenergie heizen, als lachende Dritte übrig.

 

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