{"id":3833,"date":"2017-11-28T16:59:09","date_gmt":"2017-11-28T14:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schornsteinmarkt.de\/rauchzeichen\/?p=3833"},"modified":"2018-11-29T19:46:54","modified_gmt":"2018-11-29T17:46:54","slug":"geringer-wirkungsgrad-durch-feuchtes-kaminholz-besteht-ein-zusammenhang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cafiro.de\/rauchzeichen\/geringer-wirkungsgrad-durch-feuchtes-kaminholz-besteht-ein-zusammenhang\/","title":{"rendered":"<b>Geringer Wirkungsgrad durch feuchtes Kaminholz<\/b> \u2013 Besteht ein Zusammenhang?"},"content":{"rendered":"<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1865 size-full linkmaske\" title=\"Feuchtes Brennholz\" src=\"\/rauchzeichen\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Brennholz-Stapel.jpg\" alt=\"Brennholz richtig lagern\" width=\"702\" height=\"361\" data-id=\"post-link-3833\" \/>\n<p>Frisch geschlagenes Holz kommt auf einen Wasseranteil von ca. 50 % und beh\u00e4lt selbst nach dem ersten Jahr noch eine Restfeuchte von bis zu 35 %. Erst wenn der Wasseranteil unter 20 % liegt, wandert Kaminholz in den Ofen. Schlie\u00dflich wird es in diesem Zustand zum vorbildlichen Energietr\u00e4ger. In diesem Zusammenhang ist von lufttrockenem Kaminholz die Rede, das bei Normalklima auf eine Gleichgewichtsfeuchte zur Umgebungsluft kommt. Das bedeutet f\u00fcr den Endverbraucher: Sein Kaminholz verbrennt emissionsarm bei einem optimalen Heizwert. Infolgedessen ist der Feuchtigkeitsgehalt eine Ma\u00dfgabe, wenn es um die Qualit\u00e4t des Brennstoffes geht. Wie sich der Wirkungsgrad bei erh\u00f6hter Holzfeuchte ver\u00e4ndert und welche Auswirkungen feuchtes Holz auf den Kamin und die Umgebung hat, stellt der folgende Artikel deutlich heraus. Abschlie\u00dfend geht es um die optimale Lagerung und den bestm\u00f6glichen Feuchtegrad.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Welcher Zusammenhang besteht zwischen Holzfeuchte und Wirkungsgrad?<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.test.de\/Kaminholz-Vorsicht-vor-feuchtem-Holz-4301999-0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchungen und Experimente der Stiftung Warentest<\/a> haben herausgefunden, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Holzfeuchte und dem Wirkungsgrad besteht. Im direkten Vergleich geht ein Drittel der Holzenergie durch feuchtes Kaminholz unwiederbringlich verloren. Schlie\u00dflich braucht der Kamin viel mehr Energie, um die Verbrennung von feuchtem Holz zu gew\u00e4hrleisten und das Wasser verdampfen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So gilt die Faustregel: Je feuchter das Kaminholz, desto schlechter ist auch sein Heizwert. Feuchtes Holz setzt den Wirkungsgrad herab und erh\u00f6ht im Gegenzug den Schadstoffgehalt bei der Verbrennung.<\/p>\n<h2>Wie l\u00e4sst sich der Feuchtegehalt von Holz ermitteln?<\/h2>\n<p>Die aktuellen <a href=\"https:\/\/www.waldwissen.net\/waldwirtschaft\/holz\/energie\/lwf_holzfeuchte_wassergehalt\/index_DE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchungen des Technologie und Forschungszentrums in Straubing<\/a> haben ergeben, dass Fichte und Buche nach einer Lagerungsdauer von einem Jahr bereits den gew\u00fcnschten Feuchtegrad erreicht haben. Daf\u00fcr war es notwendig, den Wassergehalt vom eigenen Kaminholz zu bestimmen. Spezielle Messger\u00e4te bestimmen jedoch nicht den Wassergehalt, sondern die Holzfeuchte. Eine Methode, die sich daf\u00fcr eignet, ist die Messung des elektrischen Widerstands durch zwei Elektroden, die in das Holz geschlagen oder geschraubt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Praxis ist die Holzfeuchte <u>nicht<\/u> mit dem Wassergehalt gleichzusetzen. Die Holzfeuchte steht in Verbindung mit dem Darrgewicht von absolut trockenem Holz und geht zur\u00fcck auf das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Wasseranteil und dem Nassgewicht. So l\u00e4sst sich die Holzfeuchte in Prozent aus der enthaltenen Wassermasse im Verh\u00e4ltnis mit der Trockenmasse des Holzes berechnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Holzfeuchte: Diese Angaben nehmen Bezug auf das Trockengewicht. In Bezug auf das Anfangsgewicht w\u00fcrde man bei 100 g Holz nach der Trocknung 80 g \u00fcbrig behalten und auf einem Wassergehalt von 20 % kommen. Die Holzfeuchte betr\u00e4gt in diesem Fall 25 %.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlussendlich wei\u00dft trockenes Holz in seinem Inneren eine h\u00f6here Feuchtigkeit als au\u00dfen auf. Umso wichtiger ist es, die Elektroden entsprechend tief in das Holz zu treiben. Infolgedessen setzt trockenes Holz dem elektrischen Fluss einen st\u00e4rkeren Widerstand entgegen als es bei feuchtem Holz der Fall ist. Die Temperatur, die Holzart und die Feuchteverteilung beeinflussen die Messung. Die handels\u00fcblichen Holzfeuchtemessger\u00e4te k\u00f6nnen die Feuchtigkeit von 5-70 % anzeigen und lassen sich gerade bei vorgelagertem Scheitholz problemlos einsetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stiftung Warentest warnt vor der Verwendung von feuchtem Kaminholz, das die gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re vor dem flackernden Feuer schnell vergiftet. Schlie\u00dflich steigen die Schadstoffe und Abgase enorm an. Das k\u00f6nnen selbst qualitativ hochwertige Kamin\u00f6fen nicht abfangen.<\/p>\n<h2>Die Auswirkungen von feuchtem Holz auf einen Blick<\/h2>\n<h3>Auswirkungen auf die Umwelt<\/h3>\n<p>Steigt aus dem Schornstein dichter Qualm, muss der Besitzer nicht zwangsl\u00e4ufig verbotene Abf\u00e4lle verbrennen. Der banale Grund ist oftmals zu feuchtes Kaminholz, denn der Einfluss des Wassergehaltes auf die Abgaswerte ist nicht von der Hand zu weisen. Das hat Stiftung Warentest in einer \u00dcberpr\u00fcfung aus dem Jahr 2011 im Vergleich von Kamin\u00f6fen herausgefunden. Die Tester verbrannten zum einen trockenes Holz mit einer Restfeuchte von 14 % und Holz mit 25-35 % Feuchtigkeit. Das Ergebnis war eindeutig: Der Staubgehalt in den Abgasen verdoppelte sich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine zu hohe Feuchtigkeit wirkt sich negativ auf den Verbrennungsprozess aus. Parallel dazu steigt die Konzentration von Kohlenstoffmonoxid. Das ist auf einen unvollst\u00e4ndigen Verbrennungsprozess zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich setzt jeder Verbrennungsprozess Kohlendioxid frei. Doch dies entspricht ungef\u00e4hr der Menge, die der Baum im Zuge seines Wachstums aus der Atmosph\u00e4re ohnehin gebunden hat. Zudem entst\u00fcnde diese Menge auch beim Zersetzungsprozess und Absterben der Pflanzen durch die Arbeit von Pilzen und Bakterien. Das mag ein Grund sein, warum bei der Verbrennung von einem klimaneutralen Prozess die Rede ist.<\/p>\n<h3>Auswirkungen auf die Menschen<\/h3>\n<p>Wer zu feuchtes Kaminholz verbrennt, schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch sich selbst. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen die Feinstaubpartikel viel tiefer in die Lunge eindringen und damit die gef\u00e4hrlichen Giftstoffe in den K\u00f6rper transportieren. W\u00fcrde der Ofen nun schlecht ziehen, treibt das feuchte Kaminholz bei leicht ge\u00f6ffneter Kamint\u00fcr die gef\u00e4hrlichen Gase in den Innenraum. Neben dem ineffizienten Verbrennungsprozess entsteht bei feuchtem Holz ein \u00e4u\u00dferst unangenehmer Geruch, der selbst einen qualitativ hochwertigen Kaminofen zum Luftverpester macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Auswirkungen auf den Kaminofen<\/h3>\n<p>Wer seinen <a href=\"\/kaminofen\/\">Kaminofen<\/a> \u00fcber viele Jahre hinweg nutzen m\u00f6chte, sollte nicht nur auf eine regelm\u00e4\u00dfige Pflege und Wartung achten, sondern ausschlie\u00dflich trockenes Kaminholz verfeuern. Verbrennt zu feuchtes Holz, setzen sich vermehrt Ru\u00dfpartikel direkt an der Feuerraumscheibe ab. \u00dcberm\u00e4\u00dfiger Wasserdampf kondensiert im Rauchrohr und im Schornstein, was Versottung und Glanzru\u00df zur Folge hat. Das zieht Kondensationssch\u00e4den nach sich und erh\u00f6ht die Gefahr von Entz\u00fcndungen, die als Kaminbrand bezeichnet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Zusammenfassung: Wie heizt man optimal und \u00f6kologisch?<\/h2>\n<p>Nicht nur die Restfeuchte wirkt sich ma\u00dfgeblich auf den Verbrennungsprozess aus, sondern auch die Gr\u00f6\u00dfe der verwendeten Holzscheite. So kommt ein Scheit auf eine maximale L\u00e4nge von 25-30 cm. Diese Gr\u00f6\u00dfe gew\u00e4hrleistet einen schadstofffreien und ru\u00dffreien Verbrennungsprozess, vorausgesetzt die St\u00e4rke bzw. Dicke h\u00e4lt sich in Grenzen. Bei zu kr\u00e4ftigen Scheiten ziehen sich der Verbrennungsprozess und die Freigabe von Schadstoffen in die L\u00e4nge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zudem trocknen die d\u00fcnnen Holzscheite effektiver und k\u00f6nnen bereits nach bis zu 24 Monaten ofenfertig eingesetzt werden. Wer also von den optimalen Eigenschaften seines Kamins profitieren m\u00f6chte, misst erst die Restfeuchte vom Brennholz und nutzt dann nur gut durch getrocknetes Holz in der korrekten Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<h2>Richtige Lagerung und optimaler Feuchtegrad des Holzes<\/h2>\n<p>Es ist ohne weiteres m\u00f6glich, im eigenen Zuhause eine umweltschonende Form der Holzverbrennung zu praktizieren. Zum einen entscheidet die Auswahl des passenden Kaminofens mit einem m\u00f6glichst hohen Wirkungsgrad und effizienten Leistungen \u00fcber den Verbrennungsprozess. Zum anderen sollte jeder Kaminbesitzer eine optimale Lagerung des Brennholzes sicherstellen. So wird frisches Holz gespalten und in der Regel f\u00fcr zwei Jahre gelagert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die korrekte Lagerung erfolgt an einem luftigen, hellen Ort, der das Holz vor \u00e4u\u00dferen Witterungseinfl\u00fcssen und Feuchtigkeit sch\u00fctzt. Wie genau Brennholz zu lagern sein sollte haben wir bereits in einem <a href=\"\/rauchzeichen\/brennholz-lagern-so-gehts\/\">anderen Beitrag<\/a> beschrieben. Beim Kauf von Brennholz sind die jeweiligen Feuchtewerte beim Hersteller und H\u00e4ndler abzufragen. Zu guter Letzt verbietet das Bundesimmissionsschutzgesetz die Verbrennung von Holz, dass eine Feuchte von \u00fcber 25 % aufweist. Demnach gilt der Feuchtigkeitsgehalt von 15 % als optimal und macht sich in einem umwelteffizienten und leistungsstarken Verbrennungsprozess bemerkbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch geschlagenes Holz kommt auf einen Wasseranteil von ca. 50 % und beh\u00e4lt selbst nach dem ersten Jahr noch eine Restfeuchte von bis zu 35 %. Erst wenn der Wasseranteil unter 20 % liegt, wandert Kaminholz in den Ofen. Schlie\u00dflich wird es in diesem Zustand zum vorbildlichen Energietr\u00e4ger. 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